metamorfosi, metafora, miracolo: la genesi del Louvre
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Inhalte / Methoden


Inhalte

Lehre, Forschungsschwerpunkte und Initiativen des Lehrstuhls entwickeln sich im wesentlichen um Fragen, die die Renaissance in Europa betreffen, insbesondere das 15. und 16. Jahrhundert in Italien. Es ist die Wiege der Bewegung, deren Kenntnis und wissenschaftliche Vertiefung im Mittelpunkt steht. Der universale Ansatz des Humanismus soll durch eine Methode beleuchtet werden, die sowohl der Mikro-Geschichte als auch einem breiten Horizont Rechnung trägt und osmotische Beziehungen zwischen den verschiedenen künstlerischen Gattungen -Architektur, Malerei, Skulptur und Dekoration- auslotet. Außer den Studien, die die Architekturgeschichte stricto sensu betreffen, kommen auch der Beschreibung von Bauten in Poesie und Literatur, sowie der Darstellung von Architektur in Malerei und Zeichnung Bedeutung zu, da mit ihrer Hilfe die Entwicklung von Formen und deren Rezeption auf weiter Ebene genau beobachtet und aufgezeichnet werden kann. Diese umfassende Vision soll der Forschung neue Impulse geben und den Blick auf die Metamorphose künstlerischer Schaffensprozesse ausdehnen. Als Ergebnis eines Dialogs zwischen Auftraggebern, Architekten und Ausführenden, als konkretes Zeugnis des sozialen Lebens, repräsentiert die Baukunst Ideen, Wünsche, Herausforderungen und Konflikte einer Epoche. In der Architekturtheorie, wie sie durch Traktate überliefert ist, verwandelte sich die zunächst unübersichtliche Vielzahl der antiken Modelle und deren Wiedererweckung durch die Renaissance in ein kodifiziertes Repertoire von Formen, das der Architektur eine ungewöhnliche Kontinuität über Jahrhunderte hinweg gesichert hat. Im Zuge der Assimilierung von Prototypen schwingen häufig politische und kulturelle Ansprüche und Legitimationen mit, die sich als aufschlussreich für das Verständnis derartiger Prozesse erweisen. Unsere Studien versuchen in diese komplexen Zusammenhänge vorzudringen und ihre vitalen und gestaltenden Kräfte zu erfassen. Die Migration, das Zusammentreffen von importierten Formen und lokalen Traditionen, die Anpassung eines Modells an einen andersartigen Kontext lassen in einem wachsenden Europa essenzielle Ergebnisse erwarten. Vom Dialog zwischen Frankreich und Italien ausgehend, interessiert sich der Lehrstuhl auch für mittel-und osteuropäische Länder und versucht, das Phänomen der Renaissance anhand der spezifischen regionalen Bedingungen zu überprüfen und auf sie auszudehnen. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt betrifft die Rezeption von Typologien und Formen der Renaissance bis hin zum beginnenden 19.Jahrhundert, wo diesen immer wieder neue Aktualität zukommt, ja sich manche Versuche und manches Konzept in einem veränderten geistigen und künstlerischen Klima zu erneuern und sogar zu erfüllen scheinen.   

Methoden   

Der wissenschaftliche Ansatz gründet sich auf eine Gegenüberstellung von schriftlichen, graphischen und archäologischen Quellen und schenkt der detaillierten monographischen Studie des Kunstwerks Aufmerksamkeit, wie sie für die Kenntnis der Eigenheiten eines Bauwerks oder Entwurfs unentbehrlich ist. Auch äußere Faktoren des Schaffenprozesses werden einbezogen, wie sie bei der Genese eines Entwurfs, der allmählichen Entwicklung von der Skizze bis zur Ausführung, zu Tage treten. Die Interpretation der Zeichnung bedient sich auch der graphischen Rekonstruktion mittels neuartiger Technologien, die Volumina, Raum und Wirkung zu simulieren versuchen und gleichzeitig eine bessere Kenntnis der Vorbilder des Künstlers, seiner ästhetischen Prinzipien und seiner Darstellungstechniken sichern. Schließlich widmen sich die Studien historiographischen Fragestellungen und der Entwicklung der Methoden der Kunstgeschichte ; diese bieten einen breiten Fächer von wissenschaftlichen Kategorien, die mit ihren Erweiterungen, Vertiefungen und Verästelungen das Fundament unserer Disziplin bilden, die ihrerseits auf den ständigen Dialog zwischen Tradition und Innovation nicht verzichten kann.

 
Français English Deutsch Italiano Contacts - Dernière mise à jour:17-12-2007
 

 

 


 

           
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